das Programmheft, das ihr gerade in den Händen haltet, begleitet euch durch die nächsten Tage. Natürlich findet ihr darin den organisatorischen Ablauf der Woche. Ihr könnt darin nachschauen, wo eure Ausschusssitzungen stattfinden und wann ihr Plenarsitzung des Bundesrates tagen werdet. Am Ende der Woche wird dieses Heft aber auch eine Erinnerung daran sein, was ihr beim MEP erlebt habt.
Ich erinnere mich selbst noch gut an meine erste eigene MEP-Erfahrung im Jahr 2017. Voller Aufregung, Nervosität und Vorfreude habe ich mich ins MEP-Abenteuer gestürzt. In den Ausschusssitzungen habe ich gelernt, wie wichtig es ist, sich aktiv einzubringen und für die eigene (oder länderspezifische) Meinung einzustehen, aber auch andere Perspektiven anzuhören und gemeinsam Kompromisse zu finden. Beim Schreiben meiner Einführungsrede habe ich dann gemerkt, wie viel Spaß es machen kann, das Thema des Ausschusses und die erarbeitete Resolution durch geeignete Formulierungen den anderen Delegierten zu präsentieren. Und zum Abschluss des MEPs schließlich die Europa-Hymne im Plenarsaal des Bundesrates zu hören, war ein unvergesslicher Moment.
Wenn mir heute beim Aufräumen das MEP-Programmheft in die Hände fällt, denke ich an eine Woche zurück, die der Grund dafür war, dass ich politisch aktiv wurde. Mir wurde dank des MEPs bewusst, wie wichtig die EU und wie besonders unsere Demokratie ist. Doch die Idee der Europäischen Einheit wird von rechtspopulistischen und rechtsextrem Kräften in der gesamten EU aktiv bekämpft. Deshalb möchte ich euch dazu ermutigen, das MEP 2026 zu nutzen: Lernt die politischen Prozesse kennen, setzt euch mit euren Themen auseinander und nehmt all die Erfahrungen aus dieser Woche mit auf euren weiteren Weg.
Das MEP ist eine ganz besondere Chance. Bitte nutzt sie, denn unsere demokratische, offene und tolerante Gesellschaft braucht junge Menschen wie euch.
Eure Emily Vontz – Vorsitzende von MEP Deutschland e.V.